Nachdem die “friedliche” Atombombe im amerikanischen Ploughshare-Projekt in den 1960er Jahren schon für den Kanalbau, das Umleiten von Flüssen und Durchbrechen von Tunneln eingeplant war, kam die Bombe im Jahre 2019 zum zweiten mal zum friedlichen Einsatz: als Mittel im Kampf gegen den mittlerweile nicht mehr zu verleugnenden Klimawandel.
Zum ersten mal war das Thema öffentlich im Juni 2012 diskutiert worden, als Robock in der deutschen Wochenzeitung DieZeit ein Interview gab über die Möglichkeit, dass ein Atomkrieg zwischen Pakistan und Indien das Klima weltweit deutlich abkühlen lassen könnte.
Dass dieses Vorgehen negative Auswirkungen auf Planet und Menschheit haben würde, ließ die Politik lange zögern.
Doch als das Problem immer dringender wurde und radikale Lösungen gefunden werden mussten, entschied sich die US-Regierung zu einem schweren Schritt. In Anbetracht der Tatsache, dass in Kürze Kriege um die immer knapper werdenden Ressourcen unvermeidlich schienen, wurde ein nuklearer Präventivschlag geführt. Die Folgen sind bekannt. Die angegriffenen Länder schlugen zurück. Die Erde ist flächendeckend nuklear verseucht, wobei besonders die massiv angegriffene, fast verschwundene Ozonschicht die größte Bedrohung für uns Überlebende ist.
Im Kalten Krieg gab es noch Großbunker für Atomkriege, wobei Staaten unterschiedlich vorgingen. In Deutschland gab es Bunker hauptsächlich für die Regierungen, selbst die westdeutsche Opposition hätte kein Anrecht auf einen Platz gehabt. Nach Ende des Kalten Krieges wurden die Bunker stillgelegt oder zu Museen umgebaut.
Für die Reichen bauten kluge Geschäftsleute nach der Jahrtausendwende in stillgelegten Raketensilos in den USA unterirdische Luxusbunker mit Swimmingpool, Flatscreen und Fitnessstudio. Und reichlich Wohnraum.
Für alle anderen gelten nach wie vor die Richtlinien für den privaten Schutzraumbau aus den 1960er und 1970er Jahren. Das Modell unten zeigt einen typischen Schutzraum. Die Fotos zeigen, welche Dinge in den Bunker mitzunehmen sind (Großbritannien, 1980).